Dorfgeschichte

 

Geschichtsstunde...

Orxhausen gehört zu den Orten, die vom 5. bis 8. jahrhundert nach Christus in einer Innenkolonisation dem Wald abgerodet wurde. Ursprünglich zählte es zum Grenigau ( zu Greene gehörend ), aber zum Beginn des 15. Jahrhunderts wird es nicht mehr im Lehnsverzeichnis der Homburger Grafen geführt und wird demnach bereits damals Gandersheim verwaltungsmäßig zugeteilt gewesen sein. Dies wird durch das Erbregister von Gandersheim 1524 bestätigt. Diese mittelalterlichen Rechte wurden erst 1850 aufgelöst. Gleichzeitig wurde Orxhausen zum Erzbistum Mainz gerechnet und unterstand bis in das 19. Jahrhundert dem Archidiakonat Grene ( Greene ). Der Name Orxhausen entwickelte sich aus Otherikeshusen  (1231, Behausung eines Otherik ) über Oderikeshausen ( 1251 ) und Orickshusen ( 1549 ) zu seiner heutigen Form. Im Zuge der Generallandesvermessung des Landes Braunschweig von 1746 bis 1784 wird am 2. April 1758 an die Generallandesvermessungskommission geschrieben; " Die hiesige Feldmark ist so beschaffen, daß sie wegen der vielen wüsten, hochaufgetriebenen und sehr kolkigen Landes gantz und garnicht vertheilet werden kann" . Nach der Separation um die Mitte des 19. Jahrhunderts wurde die Feldgrenze nach Gandersheim zugunsten Orxhausen begradigt. Durch die Aufteilung der Gemeindeflächen an die  Bauern, die nun selbständig wurden, erlebte die Landwirtschaft und damit der Ort insgesamt einen wirtschaftlichen Aufschwung.

Die Gande macht früher vor dem Dorf einen rechtwinkligen Bogen. Sie wurde begradigt und vor dem Haus Nr. 3 in das alte Flußbett geführt. dadurch wurde die Hochwassergefahr verringert, die hier eine große Rolle spielte und besonders in den Jahren 1761 und 1793 zu starken Flurschäden führte.

Die Kapelle, die unter Denkmalschutz steht stammt aus dem Jahr 1820, nachdem ihre Vorgängerin durch Blitzschlag vernichtet worden war. An dieses Ereignis erinnert später ein Gedenkgottesdienst, der bis zum 2. Weltkrieg jeweils am Jahrestag abgehalten wurde.

Die Schule in Orxhausen wurde 1897 eröffnet und bis 1966 beibehalten. Mit der Pensionierung des letzten Lehrers Herrn Rudolf Heinrich wurde die Dorfschule mit Beschluß des Gemeinderats vom 07.12.1966 geschlossen. Seitdem dient sie als Dorfgemeinschafts-und Feuerwehrgerätehaus.

Neben der heute noch in Fragmenten erhaltenen Mühle an der Straßenbrücke über den Mühlgraben gab es bis 1964 die 1751 gegründete Wahnemühle unterhalb des Dorfes jenseits der Bahnlinie.

Die heutige Bundesstraße 64 ist die frühere Heerstraße Greene - Seesen.

Ein wichtiger Einschnitt in der Geschichte Orxhausens war der Bau der Bahnlinie Kreiensen - Braunschweig, die 1856 eingeweiht wurde. Während des Baus wurde der Bahnverwaltung kein Grundstück für einen Bahnhof oder einen Haltepunkt in Orxhausen zur Verfügung gestellt. Später, als aus dem Dorf der Wunsch nach einem Haltepunkt laut wurde, hatte die Bahn kein Interesse mehr daran.

135 Jahre nach der Einweihung der Bahnlinie Kreiensen - Braunschweig wurde im Bereich Orxhausens wieder eine Bahnlinie eingeweiht, die ICE-Trasse Hannover- Würzburg, die an Orxhausen vorbeiführt. Diesmal trägt zumindest ein Überholbahnhof auf dieser Strecke den Namen des Dorfes.

Am 01.März 1974 wurde Orxhausen nach Kreiensen eingemeindet und hat bis 2006 einen einen gemeinsamen Ortsrat mit dem Nachbarort Bentierode. Seit dem 15. November 2006 gibt es wieder einen alleinigen Ortsrat.

Seit 2013 gehört Orxhausen zusammen mit den restlichen Ortsteilen der Gemeinde Kreiensen durch eine Fusion dieser zur Stadt Einbeck.

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